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Stammestag der Pfadfinder Selm 2011

Es war wieder einmal soweit. Der Pfadfinderstamm St. Josef in Selm hatte am Wochenende seinen Stammestag, bzw. sein Stammeswochenende. Wie in jedem 2. Jahr an dem kein Sommerlager stattfindet, trifft sich der komplette Stamm, um gemeinsam etwas Schönes zu unternehmen. In diesem Jahr treffen sich Rover und Leiter am Freitag, den 17. Juni, am Jugendheim St. Josef um alles für die Stammesaktion vorzubereiten. Mit den zur Verfügung stehenden Materialien, die u. a. von anderen Stämmen geliehen wurden, bauen wir Schlafzelte und eine große Jurtenkonstruktion auf der anliegenden Wiese auf. In der Nacht halten unsere Rover Wache über unser Kurzzeit-Lager.


Am Samstag trudeln um 9 Uhr ca. 70 Kinder aus allen Sippen und ihre Leiter ein. Heute soll ein großes Chaosspiel stattfinden. Die Kinder werden in Gruppen eingeteilt, denen jeweils ein Rover zugewiesen wird. Jede Gruppe erhält eine Karte der Stadt Selm und einen Laufzettel, auf dem Spielergebnisse eingetragen werden sollen. Die Leiter beziehen die jeweiligen Stationen in Selm, an denen die Gruppen Spiele absolvieren sollen. Jeder Station sind Zahlen zugeordnet, die die Gruppe erwürfeln muss. Würfelt die Gruppe eine 4, so geht sie zu der Station mit der 4, um dort Aufgaben zu erledigen. Hat die Gruppe die Aufgabe erfolgreich bestanden, wird erneut gewürfelt und die neue Zahl zu der alten addiert. Mit der neuen Zahl geht es dann zu der nächsten Station usw. Welche Gruppe zuerst die Zahl 30 erreicht hat und die wenigsten Würfel-Vorgänge benötigte, gewinnt das Spiel. Also ist Tempo angesagt. Die Gruppen müssen sich in folgenden Kategorien beweisen: Malen, Erklären, Quizfragen beantworten, Knoten, Pantomime, Äpfel mit dem Mund aus dem Wasser holen etc. Leider ist das Wetter an diesem Tag nicht auf unserer Seite und es regnet und stürmt in regelmäßigen Abständen. Gegen 12 Uhr gibt es Mittagessen. Hierzu treffen sich alle Teilnehmer in der großen Jurtenkonstruktion, in der sie Schutz vor der Nässe finden. Das reichhaltige Mittagessen besteht aus Fleischwurst, Brot, Kuchen, Obst und Gemüse. Die Kuchen wurden mit viel Liebe von Müttern gebacken und schmecken allen. Frisch gestärkt geht das Chaosspiel weiter und um 15 Uhr steht der Sieger fest, dieser wird allerdings erst zur abendlichen Lagerrunde bekanntgegeben. Am Nachmittag finden kleine Spiele in der Jurtenkonstruktion statt. Einige finden sich in kleinen Runden zu einem Kartenspiel zusammen, hartgesottene spielen draußen Fußball oder Federball, andere tanzen. Alles in allem ist die gesamte Meute beschäftigt und die Stimmung ist super. Gegen 18.30 Uhr wird zum Abendessen gerufen. Wieder finden sich alle unter der Jurtenkonstruktion zusammen. Unser Küchenteam hat sich wirklich große Mühe gegeben und ein grandioses Abendessen vorbereitet. Es gibt Spareribs, selbstkreierte Barbeque-Soße, Krautsalat, frisches Bauernbrot und dazu selbstgemachte Kräuterbutter von Niki und als Nachtisch fahren unsere Küchen-Engel grünen Wackelpudding mit Vanillesoße auf. Dieses Abendessen findet bei allen schnell große Begeisterung. Bedauert wird nur, dass wir alle begrenzt essen können und wir irgendwann satt sind. Nach dem Abendessen ist es nicht schwer mit so vielen Teilnehmern die Zeit bis zur Lagerrunde zu überbrücken. Wieder wird hier und dort etwas gespielt oder gequatscht. Um 21 Uhr wird zur Lagerrunde gerufen. Das Feuer brennt in der Mitte der Jurtenkonstruktion und alle versammeln sich drum herum. Um den kleinen neuen Wölflingen einen Vorgeschmack für das Sommerlager im nächsten Jahr zu bieten, wird die Lagerrunde traditionell durchgeführt. Es beginnt mit „Pro und Kontra“. Jeder der möchte, darf etwas zum vergangenen Tag sagen, egal ob gut oder schlecht. Danach erfolgen das Verteilen der Fundsachen und die Siegerehrung des Chaosspiels. Alle Kinder erhalten als Preis Tüten voller Süßigkeiten. Im Anschluss wird noch gesungen, begleitet wird der Gesang von mehreren Instrumenten. Am Ende der Lagerrunde wird das Lied „La-Le-Lu“ gesungen und jede einzelne Stufe wird nach und nach ins Bett, bzw. erst zum Waschen geschickt. Somit geht ein turbulenter und schöner Tag zu Ende.


Am Sonntag ist um 8 Uhr Wecken. Zum Leid von Leiter und Rover sind die ersten Kinder allerdings schon um 4.30 Uhr wach und unterhalten das komplette Lager. Somit ist das offizielle Wecken nicht nötig. Um 9 Uhr können wir Eltern und Geschwisterkinder, Großeltern und Freunde in unserem Lager willkommen heißen. Insgesamt wird unser Platz mit ca. 180 Menschen gefüllt. Alle versammeln sich wieder in der Jurtenkonstruktion und sind mit Geschirr, Besteck und Bechern bewaffnet. Seit ca. 7 Uhr bereitet unser Küchenteam das Frühstück für alle vor und es duftet vielversprechend. Nach einer kurzen Begrüßung von unserem 1. Vorsitzenden Pille gehen unsere Gäste Tisch für Tisch zu unserem Küchenzelt, um sich ihr Frühstück zu holen. Auf dem Speiseplan steht heute: Brot, Brötchen, Birchermüsli, Würstchen, Rührei, gebratener Bacon, Kaffee, Kakao, Saft, Tee, Wurst, Käse, Marmelade, Nusspli, etc.  Wieder einmal zeigt unser Küchencrew, dass sie ein eingespieltes Team sind, die sich nicht davor bangen so eine große Menge Menschen zu verköstigen. Nach dem ausgiebigen Frühstück findet unser Feldgottesdienst in unserer bewährten Jurtenkonstruktion statt. Pfarrer Themann, der Jugendchor St. Josef und die Sippe Pinguin gestalten den Gottesdienst. Die Geschichte von Frederik der Maus wird gelesen, es wird gesungen und von Pfarrer Themann bekommen wir schöne Texte zu hören. Als großes Highlight des Gottesdienstes übernimmt unsere Bezirksvorsitzende Jule das Mikro und überreicht unserem Toba seine Woodbadge-Ehrung. Diese Ehrung hat Toba sich in mühsamer Arbeit und mehreren Ausbildungsstufen verdient. Das ist die höchste Auszeichnung, die ein Pfadfinderleiter erhalten kann.  In Zukunft wird Toba sein graues Leiterhalstuch gegen ein "leberwurstfarbenes" Halstuch eintauschen und die sogenannten Holzklötzchen tragen. Wir sind stolz darauf so einen gut ausgebildeten Leiter in der Leiterrunde zu haben! Somit ist der Gottesdienst gelungen, alle Teilnehmer sind begeistert. Als Erinnerung an ein gelungenes Wochenende, mit viel Gemeinsamkeit und Zusammengehörigkeitsgefühl, mit einem tollen Chaosspiel, einem schönen Gottesdienst, leckerem Essen, glücklichen Kinder, müden und glücklichen Leitern und Rovern erhalten alle Teilnehmer am Ende des Gottesdienstes einen Anhänger mit der Aufschrift: „…wir müssen versuchen, der einfachsten aller Regeln zu folgen: glücklich zu sein, indem wir einander lieben und respektieren…“ (aus „Ein Strand für meine Träume“von S. Bambaren). Nach dem Gottesdienst machen wir uns an den Abbau. Auch unsere Gäste helfen dabei. Mit so viel Hilfe verläuft der Abbau zügig und schnell.

In der Gesamtansicht war es ein rundherum gelungenes und tolles Wochenende unter Pfadfindern und Freunden. Und das trotz der schlechten Wetterverhältnisse. Wir hoffen, dass wir unseren neuen Wölflingen und unseren Gästen einen kleinen Einblick in ein Pfadfinder-Sommerlager geben konnten und freuen uns schon auf unser Sommerlager im nächsten Jahr.

Gut Pfad,

Eure Leiterrunde

   
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