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Pinguine erorbern den Flakturm

Am verlängerten Christi-Himmelfahrt-Wochenende haben wir uns wieder auf Tour begeben. Wir, das sind 9 Pinguine (Lena, Elli, Lisaa, Mimi, Paule, Isa, Sanni, Jassy und Lisaj) mit ihren beiden Leiterinnen (Nina und Vreni). Die Tour 2011 ging nach Münster Handorf in den Flakturm. Ganz besonders war es in diesem Jahr, dass die Pinguine die Tour komplett alleine geplant haben. Sie mussten sich selbständig um Verpflegung, Hinfahrt und Rücktour und allem anderen drum herum kümmern. Die Leiterinnen haben sich lediglich um die Unterkunft und das Tragen der Verantwortung gekümmert. Allerdings wurde der Flakturm nur bis Samstag gebucht…
Donnerstag, 02.06.2011: Um 13 Uhr treffen wir uns alle am Jugendheim. Die Pingus haben 3 Eltern mobilisiert, die uns bei herrlichstem Wetter sicher nach Münster zu unserer Unterkunft fahren. Die Autos sind bis unter die Dächer vollgepackt mit Brot, Wasser, Obst, Gemüse, Rucksäcken, Bockwürstchen etc. und die Stimmung ist super. Alle freuen sich auf die bevorstehende Tour und darüber, dass wir die komplette Sippe Pinguin am Start ist. Nach kurzem Suchen finden wir gegen 14.15 Uhr den Flakturm und machen uns mit ihm vertraut. Erst einmal Schlafplätze einrichten, Fressalien verstauen und dann chillen. Einige spielen etwas, andere liegen auf der Wiese und lesen, die nächsten quatschen oder vertilgen etwas Obst. So verbringen wir einen rundum schönen Nachmittag. Gegen 18 Uhr machen sich die Pingus an die Vorbereitung für das Abendessen. Es gibt unser Sippen-Lieblingsessen HotDogs!! Nachdem wir alle angenehm überfressen sind, raffen wir uns auf, um die Gegend zu erkunden. Der Spaziergang hält nicht lange an, da wir den Truppenübungsplatz entdeckt haben. Da gibt es Wände, die man überwinden muss; Reifen, die dicht aneinander liegen und durchrannt werden wollen; große Balken auf denen man balancieren muss; Hindernisse und Schluchten, über die gesprungen werden muss und vieles mehr, was uns großen Spaß bringen will. Nachdem einige Fotos und Videos entstanden sind, machen wir uns gegen 22 Uhr auf in Richtung Flakturm. Soll heute noch ein Überfall stattfinden?
Am Flakturm angekommen, machen wir Feuer und ziehen uns um. Heute Nacht ist dunkle Kleidung angesagt. Direkt im Anschluss machen sich Sanni, Lena, Elli und Vreni auf den Weg. Wir wollen schauen, ob wir unsere Rover irgendwo entdecken können, ausspionieren wie viele da sind und vielleicht kriegen wir auch noch raus, was sie vor haben. Das Auto unserer Rover hören wir schon von Weitem. Sie sind also da. Schnell werden per Handy die anderen am Flakturm informiert. Lena und Elli pirschen sich näher dran, es sind zwei Autos und sie suchen den Flakturm. Sanni und Vreni suchen derweil nach einem geeigneten Versteck, an dem die Rover sicher vorbei müssen. Und dann lassen die Jungs auf sich warten…Lena und Elli sitzen seit Stunden in einem Versteck und beobachten die Jungs, Sanni und Vreni liegen unter einem Anhänger und warten und die anderen Pingus sitzen am Flakturm am warmen Feuer und die Augenlider werden schwer. Gegen 2 Uhr machen sich Sanni und Vreni auf den Rückweg. Um 2.30 Uhr trudeln auch Elli und Lena zurück. Die ersten Pinguine verabschieden sich ins Bett, Unlust und Demotivation machen sich breit. Gegen 3 Uhr entdecken wir die ersten Rover. Das Einfangen von ca. 8 Rovern verläuft gut und bringt nochmals Spaß. An dieser Stelle dafür nochmals DANKE, liebe Rover :-) Gegen 4 Uhr liegen wir alle in den Schlafsäcken.

Freitag, 03.06.2011: Die Nacht verlief gut. Um 10.30 Uhr krabbeln wir aus den Schlafsäcken und machen uns ans Frühstück. Danach ist erst einmal wieder chillen angesagt. Wieder verkriechen wir uns zum quatschen, lesen oder spielen. Als es droht langweilig zu werden, machen wir uns auf nach Handorf. Wir wollen ein Eis essen. Bei ca. 29° im Schatten schmeckt es uns besonders gut. Der Rückweg verläuft gemütlich und am frühen Abend sind wir wieder am Flakturm. Kurz darauf kommt Ellis Vater Dirk mit Grill und allem was dazu gehört. Elli hatte am Vortag Geburtstag und spendiert uns einen Grillabend. Super!! Angenehm gesättigt machen sich die Pinguine mit Ellis kleinem Bruder Flo nochmals auf zum Truppenübungsplatz. Nach einer Weile kommen alle wieder. Anschließend machen sich Dirk und Flo auf den Heimweg. Leider nehmen sie Sanni mit nach Hause, sie muss am nächsten Morgen früh raus und hat am Wochenende noch ein wichtiges Turnier. Wir sitzen noch eine Weile am Feuer, quatschen, machen Pläne für die kommende Zeit, kramen alte Pinguin-Geschichten raus und genießen das Zusammensein. Den herrlichen Tag beenden wir mit zwei Runden „Die Werwölfe von Düsterwald“.
Samstag, 04.06.2011: Heute ist frühes Aufstehen angesagt. Schon gegen 8 Uhr ist Leben in der Hütte. Einige nehmen eine eiskalte Dusche (die Heizung im Flakturm ist defekt) und die anderen fangen bereits mit dem Packen an. Nach einem ausgiebigen Frühstück packen wir unsere Wanderrucksäcke und bringen den Flakturm wieder auf Vordermann. Das Proviant für die kommende Wanderung wird gerecht auf alle verteilt und dann sind wir startklar. Isabells Mutter kommt gegen 13 Uhr, um Isabell und Lisa abzuholen. Die beiden können leider nicht mit uns wandern. Auch das überschüssige Gepäck verladen wir ins Auto. Um 13.30 Uhr sind wir unterwegs zum Hauptbahnhof nach Münster. Es ist unangenehm schwül, heiß und obwohl wir nur ein Spargepäck dabei haben, fällt uns das Wandern diesmal schwer. Die eine klagt über Schmerzen im Fuss, die andere über Schmerzen in der Kniekehle, in der Leiste usw... So schleppen wir uns von einer Pause zur nächsten. Und trotz einer schönen Wanderstrecke kommen wir nur langsam voran und freuen uns, als wir an einem Aldi von einem ehemaligen Pfadfinder eine Packung Eis geschenkt bekommen. Unser ursprünglicher Plan war es, mit dem Zug von Münster nach Buldern zu fahren und dann weiter nach Lüdinghausen zu wandern, um dort irgendwo zu übernachten. Kurzerhand beschlossen wir gemeinsam direkt bis nach Lüdinghausen zu fahren und uns dort eine Unterkunft zu suchen. In Lüdinghausen angekommen, laufen wir noch bis nach Tüllinghof und können dort bei einem ausrangierten Bauernhof unter einem Abdach übernachten. Dort dürfen wir sogar die Toilette benutzen und haben fließendes Wasser. Nach dem Abendbrot spielen wir noch eine Runde „Tabu“ und legen uns dann hin.
Sonntag, 05.06.2011: Am Morgen sind wir alle früh wach. Bei unserem Frühstück beginnt es zu regnen. Ein Glück, dass wir ein Dach über dem Kopf haben. Wir lassen uns Zeit und als wir uns auf den Weg machen, hat es auch schon aufgehört zu regnen. Petrus ist bei dieser Tour ganz auf unserer Seite. Trocken, müde und mit nur einem kleinen Zwischenfall erreichen wir Selm.
Eine absolut gelungene Tour ist wieder einmal zu Ende. Das Wetter hat gepasst, die Stimmung war super und dank der guten Organisation der Pinguine hat uns an nichts gefehlt :-)


