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Sauerland-Hike der Sippe Wolf

Am Dienstag den 26.04.2011 war es soweit. Nachdem die Sippe Wolf in den vergangenen Sippenstunden den Sauerland Hike vorbereitet hat, machten sich also an diesem Tag um 8 Uhr 6 mutige Wölfe und ihre Leiter Andre und Hucky auf, um mit dem Zug Richtung Brilon (Wald) zu fahren. Das Ziel war der Rothaarsteig. 

 Dienstag 26.04.2011CIMG0721

Morgens um 8.00 Uhr trafen sich alle Wölfe bei Hucky vor der Haustür. Dort wurden noch restliche Materialien und Lebensmittel in den Rucksäcken verstaut, sodass es recht schnell in Richtung Selm-Beifanger Bahnhof gehen konnte. Die Zugfahrt verlief planmäßig, sodass gegen Mittag in Brilon (Wald) der Aufstieg in Richtung Rothaarsteig starten konnte. Hier bekamen alle einen ersten Eindruck, was es bedeutet, mit Wandergepäck einen Berg zu erklimmen. Dies wurde dann jedoch mit einer tollen Aussicht bei einer Mittagspause belohnt.

Frisch gestärkt ging es dann weiter, mit dem Tagesziel vor Augen. Alle wollten den Sonnenuntergang auf den Bruchhausener Steinen erleben. Bis dahin hieß es allerdings größtenteils wieder: Hoch hoch hoch, da die Bruchhausener Steine auf über 700 m ü.NN. liegen. Gegen Abend erreichten wir eine Schutzhütte in der Nähe eines Parkplatzes. Diese wurde als Nachtlager ausgesucht, sodass wir unsere Wanderkothe nicht aufbauen mussten. Nach einer kurzen Pause ging es dann zu den Bruchhausener Steinen. Dort war die Begeisterung über die Aussicht riesig und alle waren sich einig: Das war der Aufstieg Wert!

 

Zu Abend gab es einen „Mexican“ Eintopf mit Klöße und nach einer Runde „Black-Stories“ schliefen alle schnell ein.

 Mittwoch 27.04.2011

Dieser Tag begann nebelig und verregnet. Nach dem Frühstück packten sich alle regensicher ein. Zur Freude aller, ließ beim Aufbruch dann der Regen nach. Heute sollten wir einige Kilometer wandern und glücklicherweise gab es nur ein paar Regenschauer zwischendurch.

 CIMG0790Erstes Ziel an diesem Tag sollte der Langenberg sein, der höchste Berg in NRW. Erleichtert von den ersten Lebensmitteln, fiel die Wanderung an diesem Tag schon erheblich leichter aus. Leider erreichten wir den Gipfel bei Regen, sodass wir uns nicht lange dort aufhielten. Ab hier ging es weiter bis zur Hochheider- Hütte, bei der eine längere Rast eingeplant war. Hier gab es für alle eine erfrischende Cola und der ein oder andere belohnte sich mit einem Stück Kuchen. Hier trafen wir auch auf zwei andere Pfadfinder, die auch den Rothaarsteig wandern wollten. Nachdem die Wirtin so nett war, unsere Wasservorräte aufzufüllen, ging es weiter zu einer weiteren Schutzhütte, die auf der Wanderkarte verzeichnet war. Nach einigen Kilometern kamen wir dort an und mussten feststellen, dass diese bereits von zwei Wanderern belegt war. Also hieß es: Rucksäcke wieder aufsetzen und weiter zur nächsten Schutzhütte. Diese war recht schnell erreicht und da der Regen wieder einsetzte, fingen alle fleißig an die Wanderkothe aufzubauen. Nach einem leckeren Abendessen, bestehend aus einem Chilli Reisgericht, wurde ein schönes Lagerfeuer entzündet, um Stockbrot zu machen. Müde von der langen Wanderung krochen dann alle nach dem Zähne putzen schnell in ihre Schlafsäcke.

 Donnerstag 28.04.2011

Der Wetterbericht sah für diesen Tag Regen, Regen und Gewitter vor. Glücklicherweise stellte sich jedoch heraus, dass dieser zum größten Teil Unrecht behalten sollte. Nachdem die Kothe zügig zusammengepackt war, ging es auch schon wieder los. Da unsere Essensvorräte zu Neige gingen, hieß das Ziel: Winterberg.

 CIMG0843Während der Wanderung kam dann sogar stellenweise die Sonne heraus, sodass alle frohen Mutes drauf los wanderten und die Ruhrquelle vor Winterberg sehr schnell erreicht war. Dort wurde sich an der Quelle erfrischt und eine kleine „Schoki und Keks“ Pause eingelegt. Nach wenigen Kilometern war dann Winterberg erreicht und im Einkaufszentrum wurden ein paar Lebensmittel nachgekauft. Auch durften wir hier unsere Wasservorräte wieder auffüllen. Die Leiter lösten dann auch ihr Versprechen ein, nämlich eine Runde Döner für alle, wenn wir bis Donnerstag Mittag Winterberg erreichen. Mit vollem Magen sollte es dann nur noch wenige Kilometer weiter Richtung Siedlinghausen gehen, da wir dort am nächsten Tag den Zug Richtung Dortmund nehmen wollten. Auch an diesem Tag war das Ziel wieder eine Schutzhütte an einem Wanderweg. Alle wanderten eilig drauf los, mit einem aufziehenden Gewitter im Nacken. Glücklicherweise erreichten wir diese Hütte recht schnell und kaum angekommen, fing es auch schon zu donnern, blitzen und hageln an. Glücklich über unser rechtzeitiges Ankommen, konnte dies die gute Laune jedoch nicht vertreiben. Während die Spaghettis gekocht wurden, erlebten alle ein weiteres Highlight auf diesem Hike. Auch wenn wir nicht gerade leise waren, kam eine Herde Rehe zum Grasen auf die in der Nähe liegende Lichtung. Schnell wurde die Kamera gezückt um Photos zu machen. Nach dem Abendessen wurde die Hütte mit unseren Planen so zugehangen, dass alle trocken darin Platz fanden. Nach einer weiteren Runde „Black-Stories“ schliefen alle wieder schnell ein.

 Freitag 29.04.2011

Am letzten Tag unseres Hikes weckte uns die Sonne. Alle krochen aus ihren Schlafsäcken und packten zum letzten mal ihre Rucksäcke für die Wanderung. Nach einem ausgiebigem Frühstück hieß das Ziel der Bahnhof von Siedlinghausen. Dort sollte am Mittag unser Zug Richtung Heimat gehen. Der Weg war schnell gemacht, da es hauptsächlich bergab ging und auch der Bahnhof war schnell gefunden. Auch die Rückfahrt verlief nach Plan, sodass alle gegen Nachmittag zwar müde, aber glücklich in Selm ankamen.

Das Fazit der Wölfe war schnell und eindeutig gezogen: Zwar ist so eine Wanderung mit Rucksack und Zelt anstrengend und an ein paar Füßen waren Blasen zu verzeichnen, es macht aber trotzdem eine Menge Spaß. Insgesamt haben wir 45-50 km in 3-4 Tagen gewandert, sodass wir alle stolz auf unsere Leistung sein können.

   
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