Archiv

Marathon durchs Osnabrückerland

Am 3. Juni machten sich morgens in der Frühe sieben Pinguine und ihre beiden tollkühnen Leiterinnen auf den Weg nach Osnabrück um von da den Mühlenweg zu erwandern.
Am Donnerstagmorgen trafen wir uns am Bahnhof in Selm und nahmen die Bahn in Richtung Osnabrück. Nach mehrmaligem Umsteigen haben wir dann gegen Mittag endlich den Hauptbahnhof Osnabrück erreicht. Sofort wurden die Rucksäcke geschultert und wir machten uns auf den Weg. Als Ziel hatten wir uns eine Schutzhütte in der Nähe von Vehrte ausgesucht. Unsere erste Etappe würde 18 km umfassen! Wir waren echt gespannt ob wir das schaffen würden. Bei erstaunlich gutem Wetter ging es los, erstmal aus der Stadt raus. Nach ein paar Kilometern sind wir dann planmäßig auf den Mühlenweg getroffen, der uns fast bis vor die Tür unserer ersten Schutzhütte gebracht hat. Wir hatten es tatsächlich geschafft!
Zum Abendessen gab es lecker Nudeln mit Gewürzketchup. Hmmm! Und natürlich gab es für die tapferen Wanderer auch ein kleines Täfelchen Schokolade. Für die Nacht haben wir uns dann in unsere Dackelhütten im Wald zurückgezogen. Vreni hat uns zum Einschlafen noch ein paar Seiten aus dem Kleinen Prinzen vorgelesen und dann wurde geschlafen. Des Nachts wurden wir sogar von Rehen besucht, die mitten zwischen unseren Dackelhütten durch spaziert sind.  Freitag wurde erstmal ausgiebig gefrühstückt, alle cremten sich dick mit Sonnencreme ein und dann konnte es auch schon losgehen.
Für die zweite Etappe hatten wir uns eine weitere Schutzhütte ausgesucht, 16 km von der ersten entfernt. Wir hatten also noch einiges vor uns, also zurück zu unserem favorisierten Wanderweg. Da der Mühlenweg auf dem Weg zu unserem nächsten Etappenziel zwei weite Schlenker machte mussten wir dann mit Karte und leider ohne Kompass (irgendwas vergisst man halt immer) etwas abkürzen. Bei einer kleinen Rast im nächsten Dorf mussten wir uns dann noch mit Blasenpflastern eindecken, da unsere lieben Pinguine sich ein paar ganz prächtige Blasen gelaufen hatten. Aber Indianer kennt keinen Schmerz, darum sind wir auch tapfer weitergelaufen. Gegen Nachmittag brachte der Wanderweg uns direkt zu unserem Etappenziel. Erschöpft aber gut gelaunt schlugen wir unser Lager im Wald auf, packten die Isomatten aus und haben ne Runde ausgespannt. Zum Abendessen gab es Kartoffelpüree aus der Tüte, natürlich mit Gewürzketchup und dann ging es auch zeitig ins Bettchen.

Samstagmorgen wurde das restliche Brot vertilgt, wir hatten es nicht mehr weit. Nur noch 8 km trennten uns von der nächsten, warmen Dusche! Unser Ehrgeiz war entfacht! In Rekordzeit bewältigten wir das letzte Stück bis zur Hollager Mühle, wo wir im Vorfeld bereits ein großes Zimmer in einem Blockhaus gebucht hatten. Um Punkt zwölf trafen wir in Hollage ein, der Jugendherbergsvater stand schon bereit und zeigte uns „unser“ Blockhaus. Wir hatten einen Gemeinschaftsschlafraum, zwei Duschen und einen Aufenthaltsraum mit Küchenzeile. Direkt vor unserer Tür lag der Schwimmteich in dem wir uns abkühlen konnten. Ein Traum! Nachdem alle ausgiebig geduscht hatten und sich in frische Klamotten geschmissen hatten, ging es auf den Weg ins nahgelegene Dorf um unsere Vorräte wieder aufzufüllen. Auf der Suche nach dem Edeka kreuzte zufällig eine Eisdiele unseren Weg, das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Zum Abendessen gab es dann, wie könnte es anders sein, das klassische Sippenessen: Hot Dogs. Ein perfekter Abschluss für eine perfekte Tour.
Um kurz nach neun am Sonntag nahmen wir dann den Bus von der nahegelegenen Haltestelle zurück nach Osnabrück. 42 km müssen reichen, wir hatten uns diesen Bus echt verdient. Von Osnabrück ging es dann weiter mit der Bahn bis nach Selm, wo unsere tapferen Pinguine am Bahnhof schon erwartet wurden.

 


   
© ALLROUNDER